Im Herzen des Val Mivola liegt Ostra Vetere, früher Montenovo, ein charmantes Dorf inmitten mittelalterlicher Mauern aus dem 14. und 15. Jahrhundert mit drei Stadttoren.
Innerhalb der Mauern befinden sich Kirchen, repräsentative Residenzen und einfache Häuser.
Der terrassenförmig angelegte, durch Gassen und Treppen verbundene Stadtplan wird von den Türmen der Kirche Santa Maria di Piazza dominiert, einem Juwel neugotischer Architektur.
Ostra präsentiert sich als „Stadt der Musik. Musik ist in der lokalen Bevölkerung ein weit verbreiteter Wert und ein wichtiger Bestandteil des touristischen Angebots. Im Laufe der Jahrhunderte hat sich Musik zu einer gemeinsamen Leidenschaft entwickelt, die Generationen und Musikgenres überdauert.
Vom 17. Jahrhundert an, als Vincenzo De’ Grandis, Chorleiter und Komponist an den italienischen und europäischen Höfen, bis heute prägt Musik das Leben von Ostra.
Eine lange Tradition verbindet Ostra mit klassischer und Opern-Musik, und die Opera in piazza ist zu einem unverzichtbaren und unverzichtbaren Ereignis im Sommerprogramm geworden.
Die antike Struktur des Ostra-Theaters, das in den rechten Bereich des Palazzo Comunale integriert ist, stammt aus dem Jahr 1863.
Die Bühne wurde ausschließlich aus Tannenholz gebaut und entsprach den akustischen Vorgaben des aus Senigallia stammenden Cortesi. Der andere aus Senigallia stammende Vincenzo, der sechs Monate am Stück im Theater lebte, entwickelte eine Bühnenmaschinerie aus sieben Holzrädern, die von der Gitterdecke aus gesteuert werden konnten.
Die komplexe und faszinierende Maschinerie ist noch heute funktionsfähig und kann besichtigt werden.
Der Stadtturm von Ostra wurde in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts erbaut und im Zweiten Weltkrieg durch eine Bombe beschädigt, die 1943 die nahe gelegene Kirche San Giovanni zerstörte.
Im Jahr 1950 wurde er renoviert und konsolidiert. Im Zuge der Bauarbeiten wurde seine Basis verbreitert und auf die heutige Höhe von 33 Metern angehoben.
Im Inneren sind die alten Uhrwerke und die aus dem 17. Jahrhundert stammende Glocke erhalten.
Eine Reise in die Geschichte der Volksfrömmigkeit, bei der die im Santuario della Madonna della Rosa in Ostra aufbewahrten Votivtafeln bewundert werden können
Ein absolut unvergessliches Erlebnis ist der Besuch des Santuario della Madonna della Rosa ad Ostra, um die dort aufbewahrte Sammlung von tavolette votive zu bewundern. Ein Zeugnis authentischer Volksfrömmigkeit in einer sehr intensiven und eindrucksvollen künstlerischen Form.
120 bemalte Votivtafeln, oft in Auftrag gegeben von Menschen aus einfachen Verhältnissen, die, als sie nur knapp der Gefahr entkamen, ein Zeichen hinterlassen wollten, um der Madonna oder dem Heiligen für die empfangene Gnade zu danken.
Besonders kurios sind jene, die sich auf Hinterhalte oder Angriffe beziehen. Auf einer Tafel konzentriert sich die Geschichte auf einen Nachtschuss: einen Hinterhalt, der im Mondlicht während der Ostra ausgeführt wurde, wobei die Wucht der Häuser nach oben projiziert wurde.